Philosophie / Methode

Der Hund ist ein Rudeltier und kennt somit nur eine Struktur im Zusammenleben, egal ob mit Artgenossen oder uns Menschen. Dies führt im Alltag leider zu vielen Missverständnissen. Der Hund, der einen Anführer braucht, findet diesen im Mensch-Hund-Rudel nicht und muss diese Rolle selbst übernehmen. Davon hängt sein Überleben ab. Wir Menschen hingegen sehen nur, dass unser Hund

- an der Leine zerrt

- aggressiv auf andere Hunde oder sogar Menschen reagiert

- nicht mehr alleine zu Hause bleiben will

- ständig bellt

- mit Jagen beginnt (das können auch Jogger, Velos, Autos und sehr gerne Katzen sein)

- einem auf Schritt und Tritt nachläuft 

- usw.

Leider helfen die Stunden auf dem Hundeplatz bei alltäglichen Situationen auch nicht weiter. Auf dem Platz funktioniert alles super. Der Hund befolgt jedes Kommando und kaum verlässt man den Platz, zerrt er wieder an der Leine, bellt jeden Hund an, etc. 

 

 

Verantwortung übernehmen

Wir holen uns einen Hund ins Haus und behandeln ihn als gleichgestelltes Familienmitglied. Nur kann der Hund mit dieser Lebensform nichts anfangen. Das liebe und gleichberechtigte Zusammenleben in Familien und unter Freunden ist für uns Menschen wichtig. Aber der Hund ist und bleibt ein Hund. Somit müssen wir lernen, wie der Hund uns verstehen und vertrauen kann. Wenn wir den Hund von jeglicher Verantwortung entbinden, kann er sich an uns orientieren und ein stressfreies Leben geniessen. Es braucht einen Anführer um das Überleben zu sichern. Wenn der Mensch diese Führungsposition nicht übernimmt, MUSS der Hund diese übernehmen, ob er will oder nicht. Und unsere Hunde sind damit total überfordert. 

 

Mit einem auf deine Bedürfnisse angepasstem Training, lösen wir eure Baustellen, damit du lernst, was dein Hund braucht oder eben auch nicht braucht um glücklich zu sein. 

 

Ruhebedürfnis

Das Ruhebedürfnis unserer Hunde bekommt jetzt einen separaten Platz. Einfach weil es sooooo wichtig ist und so wenige wissen es...

Wer kennt sie nicht, die hibbeligen, hyperaktiven Hunde, die einem täglich begegnen. Sie können keine Minute ruhig stehen, sind immer auf Achse, kommen auch zu Hause nicht zur Ruhe. Schlafen können sie nur, wenn ihr Mensch schläft. Aber dem Mensch fällt dies gar nicht auf. Von den Haltern erhält man dann vielfach Aussagen wie z.B.: ist halt rassebedingt, war heute noch zu wenig beschäftigt, ist unterfordert usw. Dies macht mich enorm traurig, denn diese Hunde leiden stumm vor sich hin, befinden sie sich doch in einer Stress-Dauerspirale, die irgendwann krank machen kann. Welpenbesitzer schauen mich mit grossen Augen an, wenn ich ihnen sage, dass ihr Welpe ein Ruhebedürfnis von ca. 22 Stunden TÄGLICH hat (nicht in einer Woche - PRO TAG). Und auch ein erwachsener Hund hat ein Ruhebedürfnis von ca. 18 Stunden. Ja, das ist deutlich höher als bei einem Menschen.. Es schadet auch keinem Hund, wenn er mal nicht so viel schlafen / ruhen kann. Da braucht niemand ein schlechtes Gewissen zu haben. Vielleicht führst du eine Wanderwoche durch und bist täglich 8 Stunden unterwegs. Ja und? Wenn dein Hund sonst jederzeit zur Ruhe kommt, macht ihm das rein gar nichts aus. Aber lass bei Pausen bitte deinen Hund auch ruhen. Der soll dann nicht 100x einem Ball nachrennen, den du freudig wirfst. Ja bitte nicht lachen.... es gibt genügend Menschen, die genau dies tun, denn er "spinnt" ja immer noch. Ja tut er, aber das hat nichts damit zu tun, dass er noch zu wenig gemacht hat. 

 

 

Und jetzt frag dich mal ganz ehrlich: Wie viele Stunden kann dein Hund wirklich ruhen? 

Das Training

Gewalt ist keine Lösung, Leckerlis aber auch nicht!

 Ich sehe mich als Schittstelle und Vermittler zwischen dir und deinem Hund. Zusammen gehen wir die Probleme an der Wurzel an. Ich behaupte nicht, dass der Weg einfach ist, aber er ist es wert. Denn wer möchte nicht einen Hund, den er problemlos überall hin mitnehmen kann, der locker mit und ohne Leine nebenher läuft, egal was an Ablenkung da ist? Einen Hund, der sich an dir orientiert, weil er weiss,  dass er sich in jeder Situation auf dich verlassen kann?

 

Ich trainiere grundsätzlich ohne Leckerlis. Der Hund bringt alles an Wissen mit und wir müssen ihm gar nichts beibringen. Grundsätzlich müssen wir nur die Führung übernehmen, egal ob beim Welpen, Junghund, "Problemhund", Zuchthund oder Tierschutzhund (meine Lieblinge...). Wie das genau aussieht, schauen wir uns zusammen im ersten Einzel-Coaching an. 

 

Es ist wichtig, an die Ursachen von sogenanntes Problemverhalten zu gehen. Aus Sicht des Hundes macht er alles richtig. Gleichzeitig helfe und unterstütze ich dich in alltäglichen Situationen und erkläre dir, warum der Hund macht, was er eben gerade macht. Die Bindung zwischen Mensch und Hund ist wichtig für ein erfolgreiches Hundetraining und es ist wichtig zu Erkennen und zu Verstehen, was diese Bindung stärkt. Wir trainieren zusammen genau da, wo die Probleme entstehen. 

 

Du lernst, welche Ressourcen für einen Hund wichtig sind.. Hier gilt es die Struktur zu deinen Gunsten zu ändern, damit dein Hund dir schlussendlich die Verantwortung abgeben kann. Gleichzeitig erreichen wir, dass dein Hund sich bei dir sicher fühlt, dir vertraut und einfach Hund sein kann.

 

Leckerlis oder Motivationshilfen sind toll, um dem Hund etwas beizubringen, ihn auszubilden (auch formale Erziehung genannt), seien dies irgendwelche Befehle wie Sitz, Platz, Bleib, Hier, Fuss usw., irgendwelche Kunststücke beizubringen oder ihn als Lawinen-, Blinden- Trümmersuchhund etc. auszubilden. Dies ist Ausbildung. Hier gehts vor allem um Erziehung (auch soziale Erziehung genannt). Deshalb benötigen wir auch keine Leckerlis oder ähnliches.