Philosophie / Methode

Der Hund ist ein Rudeltier und kennt somit nur eine Struktur im Zusammenleben, egal ob mit Artgenossen oder uns Menschen. Dies führt im Alltag leider zu vielen Missverständnissen. Der Hund, der einen Anführer braucht, findet diesen im Mensch-Hund-Rudel nicht und muss diese Rolle selbst übernehmen. Davon hängt sein Überleben ab. Wir Menschen hingegen sehen nur, dass unser Hund

- an der Leine zerrt

- aggressiv auf andere Hunde oder sogar Menschen reagiert

- nicht mehr alleine zu Hause bleiben will

- ständig bellt

- mit Jagen beginnt (das können auch Jogger, Velos, Autos und sehr gerne Katzen sein)

- einem auf Schritt und Tritt nachläuft 

- usw.

Leider helfen die Stunden auf dem Hundeplatz bei alltäglichen Situationen auch nicht weiter. Auf dem Platz funktioniert alles super. Der Hund befolgt jedes Kommando und kaum verlässt man den Platz, zerrt er wieder an der Leine, bellt jeden Hund an, etc. 

 

Und machen wir uns doch einmal bewusst, dass das Ruhebedürfnis eines Hundes bei 18-22 Stunden am Tag liegt. Wie viele Stunden kann dein Hund wirklich ruhen? Ohne dich z.B. zu Hause ständig zu kontrollieren? Und wir fragen uns dann, warum unser Hund so hyperaktiv, nervös oder gestresst ist? 

Werde zum Rudelführer

Ich sehe mich als Schittstelle und Vermittler zwischen dir und deinem Hund. Zusammen gehen wir die Probleme an der Wurzel an. Ich behaupte nicht, dass der Weg einfach ist, aber er ist es wert. Denn wer möchte nicht einen Hund, den er problemlos überall hin mitnehmen kann, der locker mit und ohne Leine nebenher läuft, egal was an Ablenkung da ist? Einen Hund, der weiss, dass du als Rudelführer deine Rechten und Pflichten kennst und ernst nimmst und er sich voll und ganz auf dich verlassen kann?

Wir holen uns einen Hund ins Haus und behandeln ihn als gleichgestelltes Familienmitglied. Nur kann der Hund mit dieser Lebensform nichts anfangen. Das liebe und gleichberechtigte Zusammenleben in Familien und unter Freunden ist für uns Menschen wichtig. Aber der Hund ist und bleibt ein Hund. Somit müssen wir lernen, wie der Hund uns verstehen und vertrauen kann.

Wir geben unserem Hund alle Rechte und ärgern uns dann, weil er auch die Pflichten übernimmt. Und er macht damit ja auch nichts Falsches. Er handelt so, wie es die Natur vorgibt. Es braucht einen Anführer um das Überleben zu sichern.

Mit einem auf deine Bedürfnisse angepasstem Training, lösen wir eure Baustellen, damit du und deine Familie zu Rudelführern werden könnt und ein entspanntes Zusammen Leben möglich ist. 

Das Training

Gewalt ist keine Lösung, Leckerlis aber auch nicht!

Ich trainiere ohne Strafe oder Gewalt, ohne Kommandos oder Leckerlis und ohne irgendwelche Motivationshilfen. Der Hund bringt alles an Wissen mit und wir müssen ihm gar nichts beibringen. Grundsätzlich müssen wir nur die Führung übernehmen, egal ob beim Welpen, Junghund, "Problemhund", Zuchthund oder Tierschutzhund (meine Lieblinge...). Wie das genau aussieht, schauen wir uns zusammen mit deinem Hund, bei dir zu Hause, an. Selbstverständlich sind wir nicht nur im Haus, sondern auch draussen in Alltagssituationen unterwegs.

 

Es ist wichtig, an die Ursachen von sogenanntes Problemverhalten zu gehen. Aus Sicht des Hundes macht er alles richtig. Gleichzeitig helfe und unterstütze ich dich in alltäglichen Situationen und erkläre dir, warum der Hund macht, was er eben gerade macht.  Die Bindung zwischen Mensch und Hund ist wichtig für ein erfolgreiches Hundetraining und es ist wichtig zu Erkennen und zu Verstehen, was diese Bindung stärkt. Wir trainieren zusammen genau da, wo die Probleme entstehen. 

 

Leckerlis oder Motivationshilfen sind toll, um dem Hund etwas beizubringen (ihn zu dressieren), seien dies irgendwelche Befehle wie Sitz, Platz, Bleib, Hier, Fuss usw. oder Kunststücke oder ihn als Lawinen-, Blinden- Trümmersuchhund etc. auszubilden. Dies ist Ausbildung. Hier gehts vor allem um Erziehung. Deshalb benötigen wir auch keine Leckerlis oder ähnliches.